Meine Geschichte mit vonAyas
Manchmal beginnt ein Weg lange bevor man weiss, wohin er führt
vonAyas ist aus meinem Leben mit Tieren entstanden. Aus vielen Fragen, Umwegen, Erfahrungen und zwei Hunden, die mich gezwungen haben, genauer hinzuschauen: Ayumi und Kostas.
Durch sie habe ich verstanden, wie eng Ernährung, Körper, Verdauung, Verhalten, Stress, Erfahrungen und Alltag miteinander verbunden sind. Oft beginnt der Weg beim Napf. Doch dahinter zeigt sich häufig viel mehr: Übelkeit, Belastung, Schmerzen, Nährstoffbedarf, Unsicherheit oder eine Geschichte, die man erst lesen lernen muss.
Heute gebe ich dieses Wissen mit vonAyas weiter. Für Hunde, Katzen und ihre Menschen. Im Entlebuch, online und überall dort, wo Tiere individuell betrachtet werden dürfen.
Bevor es vonAyas gab, gab es Tiere. Und bevor es die bewusste Ernährungsberatung gab, gab es ein Gefühl dafür, dass Ernährung etwas mit Verantwortung zu tun hat. Ich bin mit Tieren aufgewachsen. Hunde gehörten von Anfang an zu meinem Leben, später kamen Katzen dazu. Meerschweinchen begleiteten mich seit ich drei Jahre alt war. Über die Jahre waren auch Kaninchen, Rennmäuse, Degus, Hörnchen, Ziervögel, Aquarien, Reptilien, Amphibien, Spinnen und später Hühner und Wachteln Teil meines Lebens oder meines direkten Umfelds.
Tiere waren für mich nie ein Hobby am Rand. Sie waren immer da, als Begleiter, als Aufgabe, als Verantwortung und oft auch als Mittelpunkt des Alltags.
Schon als Kind war mir wichtig, dass Tiere nicht einfach irgendetwas bekommen. Bei Meerschweinchen, Katzen und anderen Tieren stellte sich für mich früh die Frage, was wirklich zu ihrer Natur passt. Was braucht dieses Tier? Was frisst es eigentlich, wenn man nicht vom Regal im Laden ausgeht, sondern von seinem Ursprung, seinem Körper und seinem Verhalten? Damals hätte ich das nicht so formuliert, aber rückblickend war genau dort schon der Anfang meines heutigen Denkens.
Auch von zu Hause habe ich viel mitbekommen. Meine Eltern kochten mit frischen Zutaten, pflegten einen Garten, machten Vorräte haltbar und wussten, wie man aus dem, was da war, etwas Gutes macht. Gerade diese Prägung, aus wenig genug zu machen, selbst anzubauen, einzukochen und sorgfältig mit Lebensmitteln umzugehen, hat Spuren hinterlassen.
Vielleicht war deshalb schon früh dieses Gefühl da: Ernährung ist nicht egal. Sie ist Grundlage. Für uns Menschen, aber auch für unsere Tiere.
Meine erste eigene grosse Hündin hiess Bessy. Sie war eine Riesenschnauzerhündin, geboren 1996, robust, klar und eine der letzten Linien aus DDR-Zucht. Bei ihr stand Ernährung noch nicht so stark im Vordergrund. Ihre Themen lagen eher im hormonellen Bereich. Sie starb 2006 an Krebs.
Mit Bessy kam ich auch in den Hundesport. Damals war das für mich ein wichtiger Teil des Zusammenlebens mit Hund. Heute sehe ich manches daran differenzierter, aber auch diese Zeit hat meinen Blick geprägt.
Auch Katzen waren früh Teil unseres Alltags. Auf diesem alten Foto liegt Bessy ganz selbstverständlich bei den Kitten, als würde sie mit auf sie aufpassen. Genau so fühlte sich Tierleben damals für mich an: Hunde, Katzen und Nachwuchs mittendrin im Alltag.
2002 kam Eiko dazu, mein Riesenschnauzer-Rüde. Er war ganz anders als Bessy: weicher, empfindlicher, langbeiniger und ein grosser gutmütiger Tollpatsch. Schon als Junghund wirkte er schlaksiger und schmaler, während Bessy kompakt, resolut und klar blieb.
Ein echter Glücksfund aus dieser Zeit: der einzige bewegte Ausschnitt, den ich aus den alten Digicam-Jahren noch gefunden habe. Für mich ist es besonders, Bessy und Eiko nach all den Jahren noch einmal so zu sehen.
Der Clip zeigt die beiden Ende 2002 beim Tauziehen. Eiko war damals langsam ein Halbstarker und versuchte, mit Bessy mitzuhalten. Sie liess sich davon wenig beeindrucken. Genau diese Unterschiede sieht man dort sehr schön.
Bei Eiko sieht man im Video noch die abgeklebten Ohren. Das war damals bei Riesenschnauzern üblich, damit die Ohren schön fallen. Heute sehe ich es kritischer, auch weil Eiko später immer wieder Ohrenentzündungen hatte.
Bei Eiko wurden die Fragen rund um Fütterung deutlicher. Er war der Hund, durch den ich anfing, genauer hinzuschauen und die ersten richtigen Fragen zu stellen.
Bei Eiko wurden die Fragen rund um Fütterung deutlicher. Das war noch in Deutschland, ungefähr 2004. Ich war gerade aus der Ausbildung, verdiente wenig und kam selbst kaum über die Runden. Eiko lebte damals teils bei meinen Eltern und teils bei mir, oft vor allem am Wochenende.
Gefüttert wurde, wie man es damals kannte: Trockenfutter. Auf dem Hundeplatz, bei Diensthunden, im privaten Umfeld. Es war normal. Kaum jemand stellte es infrage.
Mich liess es trotzdem nicht los.
Kann es wirklich richtig sein, dass ein Hund sein Leben lang mit einer einzigen trockenen Sorte Futter auskommen soll?
Beim Menschen sprechen wir von frischer, abwechslungsreicher und möglichst wenig verarbeiteter Ernährung. Beim Hund sollte ein industrielles Fertigfutter plötzlich alles abdecken: Welpenzeit, Wachstum, Alltag, Sport, Krankheit, Alter, sensible Phasen. Diese Vorstellung fühlte sich für mich immer weniger logisch an.
Auch bei Eiko gab es schon im Wachstum Themen. Im Wachstum zitterten häufig seine Beine, sein Körper schien nicht immer mitzukommen. Es gab Mittel vom Tierarzt, Erklärungen und Tipps. Mal hiess es, es liege am Welpenfutter, mal am Proteingehalt, mal müsse man früher auf Adultfutter umstellen. Ich hörte zu, versuchte es richtig zu machen und blieb innerlich unruhig.
Irgendwann stiess ich auf ein Dosenfutter mit hohem Fleischanteil. Mein Gefühl sagte sofort: Das geht in die richtige Richtung. Eiko frass es gerne, wirkte munterer und war besser satt. Gleichzeitig kamen neue Themen dazu: weicher Kot, Geruch, Kosten und Unsicherheit.
Ich wollte diesen Weg weitergehen, konnte ihn damals aber nicht wirklich halten. Finanziell war es eng, Eiko wechselte zwischen meinen Eltern und mir, und zu Hause sollte es möglichst einfach bleiben. Ich konnte meine Eltern nicht überzeugen und mir selbst fehlten Geld, Ruhe und Sicherheit, um dranzubleiben. So schlief der Versuch wieder ein.
Aber der Gedanke blieb.
2008 kam ich in die Schweiz. In Leipzig hatte ich meinen Job verloren, beruflich sah ich dort keine echte Perspektive mehr und auch privat hielt mich nichts zurück. Also wagte ich den Schritt in ein neues Land. Mit mir kam Eiko.
In der Schweiz wurde es wohntechnisch noch knapper. Meine Eltern hatten ein Häuschen, dort konnte Eiko gut leben und musste nicht den ganzen Tag allein bleiben. Also blieb er immer mehr bei ihnen. Ich sah ihn seltener, vermisste aber gleichzeitig das Leben mit Hund an meiner Seite immer stärker.
Eiko starb 2014, kurz vor Kostas Geburt. Manchmal habe ich mich gefragt, ob es da eine Verbindung gab. Heute sehe ich es entspannter. Eiko und Kostas waren sich kaum ähnlich, ausser vielleicht in dieser rüdentypischen Anhänglichkeit. Aber Eiko hatte längst etwas angestossen, das Ayumi und Kostas später weiterführen würden.
Als Eiko bei meinen Eltern blieb und ich ihn immer seltener sah, wurde der Wunsch nach einem Hund an meiner Seite wieder stärker. Durch die Allergie meines Partners suchten wir nach einer Rasse, die besser passen könnte. So kamen wir zum Shiba Inu. Ich las, verglich, besuchte Züchter und schrieb schliesslich eine lange Bewerbung für eine Hündin aus Deutschland.
Zuerst hiess es, alle Welpen seien bereits reserviert. Trotzdem blieb die Züchterin mit mir in Kontakt und schickte Fotos. Eines Tages meldete sie sich wieder. Sie würde mir die Hündin doch gerne geben, weil sie bei mir das bessere Gefühl hätte. So kam Ayumi zu mir. Geboren 2012. Und mit ihr begann eine Suche, die viel tiefer ging, als ich damals ahnte.
Als ich Ayumi abholte, wurde sie mir in den Arm gelegt und schlief sofort ein. Die Züchterin sagte, das habe sie so noch nie erlebt. Damals fühlte sich das wie ein Zeichen an. Als hätte Ayumi mich gewählt. Als wäre sofort Vertrauen da. Ich fühlte mich geehrt und bestätigt.
Später fragte ich mich, ob hinter dieser Ruhe vielleicht mehr steckte als Vertrauen allein. Denn zu Hause zeigte sich schnell, dass Ayumi nicht einfach ein unkomplizierter Welpe war.
Die erste Mahlzeit blieb stehen. Die zweite auch. Zwischendurch nahm sie ein paar Bröckchen, dann wieder nichts. Sie suchte am Boden, frass Kleinstes, erbrach nüchtern und zeigte deutlich, dass Hunger da war. Nur der Napf blieb ein Problem.
Ich hörte die üblichen Sätze: Ein gesunder Hund verhungert nicht vor dem vollen Napf. Das ist die Umstellung. Das gibt sich. Aber es gab sich nicht.
Also begann ich zu suchen. Ich wechselte Futtersorten, las in Foren, tauschte mich im Shiba-Forum aus, beobachtete, hoffte. Oft frass sie ein neues Futter zwei oder drei Tage lang etwas besser, dann war es wieder vorbei. Was für andere wie Mäkeligkeit aussah, fühlte sich für mich immer weniger nach einem Erziehungsproblem an. Irgendetwas passte nicht.
Mit Ayumi begann ich zu verstehen, dass Fressen nicht nur Hunger bedeutet. Es geht um Sicherheit, um Körpergefühl, um Übelkeit, um Stress, um Erfahrungen und um Vertrauen.
Ein Hund, der nicht frisst, ist nicht automatisch stur. Ein Hund, der Futter verweigert, will nicht zwingend kontrollieren oder „verwöhnt“ sein. Manchmal erzählt ein Tier über den Napf eine Geschichte, die wir erst lernen müssen zu lesen.
Damals verstand ich noch nicht alles. Ich wusste noch nichts von den tieferen Zusammenhängen, die später wichtig wurden: Nährstoffversorgung, Leber, Stressreaktionen, Nervensystem, hormonelle Belastungen, frühe Erfahrungen und die Frage, ob ein Körper Futter überhaupt gut verarbeiten kann. Aber ich spürte: Bei Ayumi geht es nicht nur um Geschmack.
Weil Ayumi so schlecht frass und ich mir mehr Normalität wünschte, kam irgendwann der Gedanke an einen zweiten Hund. Ein Hund, der gerne frisst. Einer, der anhänglich ist, unkomplizierter, körperlicher, mehr so, wie ich Hunde von früher kannte.
So kam ich zur Französischen Bulldogge. Wichtig war mir, dass er freiatmend ist. Die rassetypischen Rückenproblematiken hatte ich zu dem damaligen Zeitpunkt leider noch nicht auf dem Schirm. Ich suchte dennoch lange und fand schliesslich Kostas, geboren 2014 in Deutschland. Auch bei ihm war es nicht ganz der gerade Weg. Wieder hatte ich das Gefühl, dass sich etwas fügte. Als wäre nicht alles planbar, eher als würden Tiere manchmal auf ihre eigene Weise zu uns finden.
Heute glaube ich: Man bekommt nicht immer den Hund, den man sich wünscht. Man bekommt oft den Hund, den man gerade braucht.
Kostas frass genau so, wie ich es mir vorgestellt hatte. Mit Appetit, schnell, voller Begeisterung. Ganz anders als Ayumi. Aber auch bei ihm zeigte sich bald, dass ein voller Napf allein noch keine Gesundheit bedeutet.
Als Welpe hatte er verschiedene Hautthemen. Später kamen Unsicherheiten dazu, Ängste, Stress, körperliche Beschwerden und deutliche Hinweise aus dem Bewegungsapparat. Er war sensibler, als es auf den ersten Blick wirkte. Und ich gab ihm im Alltag oft mehr Verantwortung, als gut für ihn war.
Kostas war nah, anhänglich und wollte vieles für mich regeln. In Hundebegegnungen, in ungewohnten Situationen, in Momenten, in denen er selbst eigentlich Halt gebraucht hätte. In der Welpenschule war er nicht einfach fröhlich und unbeschwert. Er war unsicher, überfordert und viel zu sehr bei mir.
Heute sehe ich vieles klarer. Damals sah ich vor allem einzelne Probleme. Ayumi frass nicht. Kostas frass zu schnell. Ayumi war vorsichtig und eigenständig. Kostas war nah und wollte Verantwortung übernehmen. Ayumi zeigte Belastungen eher über Fressen, Übelkeit und später auch über Anfälle. Kostas zeigte sie über Magen, Haut, Verhalten, Stress und Körper.
Später zeigte sich noch deutlicher, wie viel von seinem Verhalten mit körperlicher Belastung zusammenhing. Bei Kostas gab es eine Schwachstelle im Rücken, unter anderem durch einen Blockwirbel im Übergang von Brust- zu Lendenwirbelsäule. Mit zunehmendem Alter wurde daraus ein immer grösseres Thema.
Als er neuneinhalb Jahre alt war, kam es zu einem schweren Bandscheibenvorfall. Zum Glück ohne Lähmung, aber so deutlich, dass eine Operation nötig wurde. Im Rückblick verstand ich vieles noch einmal anders. Seine Schmerzen, seine schnelle Unsicherheit, das Schiessen nach vorne, seine Antipathie gegenüber Artgenossen. Es war nie nur „Verhalten“. Es war ein Zusammenspiel aus Körper, Überforderung, Erfahrung, Aufgaben, die er übernommen hatte, und Schmerzen, die lange mitgelaufen waren.
Lange dachte ich in einzelnen Baustellen. Hier das Futterthema, dort das Verhalten. Hier Magen, dort Haut. Hier Angst, dort Schmerzen. Erst mit der Zeit verstand ich: Das waren keine getrennten Geschichten. Es waren verschiedene Ausdrucksformen eines gemeinsamen Themas.
Der Körper, das Nervensystem, die Ernährung, Erfahrungen, Stress und Alltag hängen zusammen. Man kann sie nicht sauber voneinander trennen. Ayumi und Kostas waren gegensätzlich. Und gleichzeitig ergänzten sie sich genau in den Punkten, die ich lernen musste.
Beide zeigten auf ihre Weise dasselbe Grundthema: Der Körper, das Nervensystem, Fütterung und Alltag gehören zusammen.
Der eigentliche Wendepunkt kam mit der Futterumstellung. Trockenfutter fühlte sich längst nicht mehr richtig an. Ayumi frass es schlecht, Kostas frass zwar, wirkte aber trotzdem nicht wirklich satt und stabil. Also stellte ich um: weg vom Trockenfutter, hin zu natürlicherem, frischerem Futter.
Ayumi mochte es. Kostas auch. Ich war erleichtert.
Dann kam der Rückschlag.
Kostas reagierte mit heftigem Erbrechen, Schleim, Unruhe und Magenproblemen. Ausgerechnet in dem Moment, in dem ich dachte, nun endlich auf dem richtigen Weg zu sein, zeigte mir sein Körper: So einfach ist es nicht. Ich war enttäuscht und verunsichert. Dabei wollte ich es doch endlich richtig machen.
Heute weiss ich, wie wichtig langsame Umstellungen sind. Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse, Stresslevel und Nervensystem bestimmen mit, wie gut ein Tier neues Futter annehmen und verwerten kann. Damals wusste ich nur: Ich brauche jemanden, der genauer hinschaut.
Ich suchte Unterstützung. Schritt für Schritt kamen wir weiter. Die Ernährung wurde über viele Monate angepasst. Stressoren wurden sichtbarer. Belastungen im Alltag wurden reduziert. Nährstoffe wurden gezielter betrachtet. Zum ersten Mal hatte ich das Gefühl, wirklich zu verstehen, was meine Hunde brauchten.
Natürlich füttern bedeutet, den Körper mitzudenken, der das Futter verwerten soll.
Auch Ayumis Anfälle liessen sich mit der Zeit besser einordnen. Sie passten für mich nie richtig ins Bild einer klassischen Epilepsie. Später rückten Belastung, Nährstoffversorgung, Leberthemen, Hormone, Stress und Alltag stärker in den Fokus. Auffällig war der zeitliche Abstand: Nach Belastungen traten die Anfälle oft erst später auf. Genau solche Zusammenhänge sieht man erst, wenn man den gesamten Verlauf anschaut.
Auch die Hundepension wurde irgendwann ein Thema. Ayumi kam dort besser zurecht, Kostas gar nicht. Er zitterte, war gestresst und überfordert. Als sich durch die Fütterung und den Alltag ohnehin vieles veränderte, durften beide schliesslich nicht mehr hin. Ich konnte mein Arbeitspensum reduzieren, und für uns alle wurde es ruhiger.
So wurde aus Unsicherheit nach und nach ein Weg: langsam umstellen, Stress reduzieren, Nährstoffe verstehen, Unterstützung annehmen, beobachten und wieder anpassen.
Ayumi und Kostas haben meinen Blick geschult.
Ayumi zeigte mir, wie viel ein Napf erzählen kann. Sie hatte Hunger, suchte am Boden, erbrach nüchtern und frass trotzdem kaum. Später rückten ihre Nährstoffversorgung, ihre Belastungsreaktionen und ihr Leberthema mit dem nach 10 Lebensjahren aufkommenden Verdacht auf einen Mikroshunt stärker in den Fokus. Vieles, was lange wie einzelne Baustellen wirkte, ergab im Rückblick ein gemeinsames Bild.
Bei Kostas zeigte sich ein anderer Weg. Er frass mit Begeisterung, und trotzdem meldeten sich Haut, Magen, Bewegungsapparat und Verhalten immer wieder. Seine Unsicherheit, sein Nach-vorne-Gehen und seine Anspannung wurden verständlicher, als seine Rückenprobleme und später der Bandscheibenvorfall sichtbar wurden.
Durch beide Hunde lernte ich, genauer nach Mustern zu schauen. Was zeigt dieses Tier gerade? Was hat sich verändert? Was war vorher? Was passiert nach Futter, Belastung, Ruhe, Bewegung oder Umstellung?
Diese Fragen prägen meine Arbeit bis heute.
Aus Ayumi und Kostas wurde nach und nach ein Konzept. Viele kleine Beobachtungen, Rückschläge und Aha-Momente haben meinen Blick verändert.
Ich begann, Fütterung anders zu betrachten: Wie reagiert der Körper? Was passiert nach einer Umstellung? Kommt Übelkeit dazu? Verändert sich der Kot, der Geruch, die Haut, das Fell oder die Energie?
Von 2019 bis 2020 machte ich die Ausbildung zur ganzheitlichen Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen. Vieles, was ich vorher erlebt hatte, bekam dort einen fachlichen Rahmen. Verdauung, Nährstoffe, Leber, Haut, Immunsystem, Stress und Verhalten rückten in einen Zusammenhang.
So ist vonAyas entstanden. Aus Erfahrung, Ausbildung und dem Wunsch, Tiere verständlich zu begleiten.
Heute begleite ich Menschen, die bei der Fütterung ihres Hundes oder ihrer Katze genauer hinschauen möchten. Dabei beginne ich mit dem, was bereits da ist: Was zeigt das Tier, was wurde bisher versucht, was funktioniert und was lässt sich im Alltag tatsächlich umsetzen?
Nicht jedes Tier braucht denselben Fütterungsweg. BARF, gekochte Rationen, Fleischmenüs, naturnahes Fertigfutter oder eine passende Kombination können sinnvoll sein. Entscheidend ist, wie das einzelne Tier damit zurechtkommt.
Bei Erkrankungen, akuten Beschwerden oder unklaren Symptomen gehört die tierärztliche Abklärung dazu. Je nach Situation kann eine Zusammenarbeit mit passenden therapeutischen Fachpersonen sinnvoll sein.
Aus der Ernährungsberatung entstand nach und nach eine sorgfältig ausgewählte Produktwelt. Im Sortiment findest du Produkte, die meine Arbeit sinnvoll ergänzen: BARF, Fleischmenüs, Einzelkomponenten, Gemüsemischungen, Kauartikel, Ergänzungen und ausgewähltes Zubehör.
Mir geht es nicht um ein möglichst grosses Sortiment. Zusammensetzung, Qualität, Herkunft, Alltagstauglichkeit und der tatsächliche Nutzen für das Tier stehen im Vordergrund.
Einige Produkte sind direkt bei vonAyas erhältlich, andere können vorbestellt oder über ausgewählte Partner bezogen werden. Der jeweilige Bestell- und Bezugsweg wird beim Produkt angezeigt.
vonAyas ist im Entlebuch zu Hause. Hier lebe und arbeite ich, berate vor Ort und bin regelmässig auf Märkten in der Region anzutreffen. Beratung ist je nach Anliegen auch online oder telefonisch möglich.
Neben der Ernährungsberatung und der Produktauswahl gehört auch die Betreuung von Tieren in ihrem vertrauten Zuhause zu meinem Angebot.
Tiere gehörten schon immer zu meinem Alltag. Hunde und Katzen waren ein grosser Teil davon. Dazu kamen über die Jahre Meerschweinchen, Kaninchen, Rennmäuse, Degus, Ziervögel, Aquarien, Reptilien, Amphibien, Spinnen, Hühner und Wachteln.
Gerade diese Mischung hat meinen Blick geschult. Ein Meerschweinchen braucht etwas anderes als eine Katze. Ein Reptil stellt andere Fragen als ein Hund. Bei Geflügel, Nagern oder Exoten sieht man schnell, wie eng Fütterung, Haltung, Licht, Wärme, Bewegung, Rückzug und Stress zusammenhängen.
Was für das eine Tier gut funktioniert, kann für das andere völlig unpassend sein. Das klingt selbstverständlich, wird im Alltag aber schnell vergessen.
Ein kleiner Ausschnitt aus vielen Jahren Tieralltag. Nicht vollständig, aber breit genug, um zu zeigen, wie unterschiedlich Bedürfnisse sein können.
Ein besonders eindrückliches Beispiel war mein Baumstreifenhörnchen mit schwerem Vitamin-D-Mangel und Rachitis. Mit angepasster natürlicher Fütterung, gezielter Unterstützung und viel Beobachtung konnte sich sein Zustand deutlich verbessern.
Diese Erfahrung hat mir erneut gezeigt, wie wichtig es ist, die besonderen Bedürfnisse einer Tierart ernst zu nehmen und nicht vorschnell von einem Tier auf ein anderes zu schliessen.
Wenn ich heute über Ernährung spreche, denke ich an Ayumi, die lange vor dem Napf stand und kaum fressen konnte. An Kostas, der mit Begeisterung frass und trotzdem immer wieder zeigte, dass sein Körper Unterstützung brauchte. An Eiko, bei dem die ersten Fragen begannen. Und an all die Tiere, bei denen ein genauer Blick mehr erklärt hat als eine schnelle Antwort.
Futter ist ein grosser Teil davon. Es beeinflusst Verdauung, Energie, Haut, Fell, Immunsystem, Verhalten und Belastbarkeit. Gleichzeitig bringt jedes Tier seine Geschichte mit: Erfahrungen, Schmerzen, Stress, Lebensphase, Alltag und Menschen, die es begleiten.
Bei Kostas wurde das nach seiner Bandscheibenoperation besonders deutlich. Viele seiner Schmerzen hatten sich lange angekündigt. Nach der Operation veränderte sich seine Beweglichkeit, aber auch sein Ausdruck. Er wurde präsenter, deutlicher, lauter. Und dann kam etwas zurück, das heute ein wichtiger Teil unseres Lebens ist: Bewegung.
Wir begannen richtig zu wandern. Kostas wollte laufen, entdecken, weitergehen. Für mich zeigt das bis heute, wie viel Lebensqualität entstehen kann, wenn Körper, Alltag und Unterstützung besser zusammenpassen.
Auch Ayumi zeigt mir im Alter immer wieder, dass sich ein genauer Weg lohnt. Sie bringt ihre Themen weiterhin mit, aber sie wirkt heute in vielem stabiler, klarer und lebendiger als früher.
Für mich sagt dieses Video vor allem eines: Bewegung ist Leben.
Genau darum geht es bei vonAyas: Tiere besser verstehen, Zusammenhänge erkennen und Schritt für Schritt weiterkommen.
Wenn du dein Tier besser verstehen möchtest, findest du auf meinen Seiten weitere Informationen zu Ernährung, Futterchecks, Beratung, Produkten und Tierbetreuung. Schau dich gern um oder melde dich, wenn du nicht weisst, wo du anfangen sollst.
2026 vonAyas Daniela Hockarth
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